DRS 2 trägt ein neues akustisches Kleid
Sie haben getrommelt und gestrichen, gesungen und gejauchzt - über 20 Schweizer Musikerinnen und Musiker haben ein halbes Jahr Aufnahmen für das neue DRS 2 Akustik-Layout gemacht. Nach über zehn Jahren bekommt DRS 2 frische Klangfarben.
Gefragt waren Musiker, die ihr Instrument auch als Komponisten bedienen - Menschen, die in kurzer Zeit eine Minikomposition hinzaubern können. Klingt einfach, ist aber komplex: In der Kürze der musikalischen Aussage liegt die Essenz. Kompakt soll sie sein, zugespitzt, aber kein Klischee.
Klingender Stafettenlauf
Doch das war erst der Anfang: Audiodesigner Ramon de Marco und Daniel Dettwiler von der Firma «Idee und Klang» bearbeiteten das gesammelte Material. Sie tüftelten an Spannungsbögen, Harmonien, Melodie-Fragmenten, Übergängen, Tempi. Ein anspruchsvolles akustisches Puzzlespiel.
Das Resultat ist ein klingender Stafettenlauf: Eine Trompete, die der Barockharfe in die Hand spielt, die ans Schlagzeug weitergibt und in einem Klavierakkord mündet. Die Stafetten sind nicht an ein Motiv gebunden. Es ist eine hybride Klangwelt, die sich keinem musikalischen Stil mehr zuordnen lässt.
Wie ein Lederschuh
Wir sind sicher, dass das akustische Design dem Kulturradio DRS 2 eine neue Farbe mit auf den Weg gibt. Natürlich ist es ein Kleid, dass sich erst an den Sender anschmiegen muss. Vielleicht wirkt es zu Beginn noch ungewohnt. Wie ein Lederschuh, der zuerst noch etwas drückt, sich dann aber anpasst und wie selbstverständlich zu einem gehört.
Christina Omlin, Tagesverantwortliche DRS 2
