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Donnerstag, 2.2.2012

Hörpunkt: Anders wirtschaften

Das Prinzip der Profitmaximierung und ein um sich greifendes Risikodenken - das alles hat nicht nur die Banken weltweit, sondern auch Staaten und Gemeinden in grosse finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Und die Zeche bezahlen die einfachen Leute. Was für Alternativen gibt es?

Ware gegen Ware: Wirtschaften ohne Geld ist heute zur Ausnahme geworden.

Wie sähe eine Wirtschaft aus, die sich nicht dem expanisven Wachstum verschreibt, sondern der Deckung der Grundbedürfnisse aller Menschen, eine Wirtschaft, in der Eigeninitiative nicht zwingend zum überbordenden Gewinndenken führen muss? Eine Wirtschaft, in der das nachhaltige, auf eine lebbare Zukunft gerichtete Denken im Zentrum steht und nicht die kurzfristige Maximierung des Profits?

Alternativen für ein anderes Wirtschaften
Der Hörpunkt «Anders wirtschaften» stellt grundsätzliche Fragen zu unserem Wirtschaften und zeigt mögliche Alternativen auf. Nicht utopische, sondern praktikable, zum Beispiel der Tauschhandel, den viele aus Not oder auch aus praktischem Denken heraus wieder tätigen. Oder das gemeinschaftliche Nutzen, in der Genossenschaft beispielsweise, oder auch, indem man bewusst auf viele Dinge verzichtet und sich mit wenigen, aber dafür qualitativ hochstehenden Gütern umgibt. Oder durch das gesicherte Grundeinkommen, ein Weg, um die Grundbedürfnisse für alle zu decken, egal ob sie arbeiten oder nicht - ein Experiment, das zur Zeit in Deutschland durchgeführt wird.

Christoph Keller

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Online-Diskussion zum Hörpunkt

Hörerinnen und Hörer haben beim Hörpunkt «Anders wirtschaften» die Möglichkeit, online mitzudiskutieren, rege genutzt. Die Diskussion ist jetzt geschlossen, hier können Sie alle Beiträge nachlesen.


Hörpunkt: Anders wirtschaften vom Donnerstag, 2.2.2012, 09.06 Uhr

Vom Tauschen - oder warum wir geben und nehmen

Am Anfang allen Wirtschaftens steht der Tausch, und der Tausch ist auch in den hochdifferenzierten kapitalistischen Systemen allgegenwärtig. Denn er beruht auf dem alten Versprechen, dass eine Gabe erwidert wird, und dass keiner sich etwas nehmen darf, ohne etwas zu geben.


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  • Hören (28:34)

Hörpunkt: Anders wirtschaften vom Donnerstag, 2.2.2012, 09.06 Uhr

Tauschringe - die populäre Kauf-Alternative

Wer etwas erwerben will, muss nicht zwingend ins Portemonnaie greifen. Eine Alternative zur Geldwirtschaft bieten Tauschkreise. Neben dem Direkttausch von Waren gibt es auch Systeme mit einer eigenen Währung, wie etwa «Talent» - ein Experiment, das vor 19 Jahren in Aarau begann.


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  • Hören (8:55)

Hörpunkt: Anders wirtschaften vom Donnerstag, 2.2.2012, 10.03 Uhr

Teilen - oder vom Wert des gemeinsamen Besitzens

Jeder für sich allein, die Ich-AG, jeder seines Glückes Schmied - das sind die Dogmen, die vermeintlich am Anfang des wirtschaftlichen Erfolgs stehen. Doch die Erfahrung zeigt, dass man gemeinsam stärker ist, besonders auch, wenn man Risiko und Erfolg teilt, zum Beispiel in Genossenschaften.


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  • Hören (33:43)

Hörpunkt: Anders wirtschaften vom Donnerstag, 2.2.2012, 10.03 Uhr

Eine Tradition: Alpen und Genossenschaften

Alpen und Genossenschaften gehören seit vielen Jahrhunderten zusammen. Auch die Alp Nova hoch oben über dem Albulatal auf über 2000 Metern wird genossenschaftlich betrieben. Drei Alpgenossenschafter erzählen und zeigen dabei: auch Alpgenossenschaften können innovativ sein.


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  • Hören (10:11)

Hörpunkt: Anders wirtschaften vom Donnerstag, 2.2.2012, 11.03 Uhr

Mal reduzieren: warum weniger manchmal mehr ist

Das Wirtschaftswachstum ist ein zentrales Paradigma der heutigen Ökonomie, nur leider auch eines, das an seine Grenzen stösst. Denn mehr Wachstum bedeutet in entwickelten Gesellschaften nicht mehr Glück, und immer mehr Wachstum führt zu Ressourcenknappheit.


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  • Hören (24:03)

Hörpunkt: Anders wirtschaften vom Donnerstag, 2.2.2012, 11.03 Uhr

Erfolg ohne Wachstum: Restaurant «Les Halles»

Mitten in Zürich-West, dem Schweizer Boomquartier schlechthin, steht seit 1998 die Brasserie «Les Halles». Eine Institution in der Stadt, die nun durch die Aufwertung der Umgebung mehr Gäste hat denn je. Trotzdem will Inhaber Christoph Gysi nicht weiter wachsen - ob wohl er könnte.


    • Mehr
  • Hören (9:55)

Hörpunkt: Anders wirtschaften vom Donnerstag, 2.2.2012, 12.03 Uhr

Pflegen: der ökonomische Wert der Kinderbetreuung

Eine Wirtschaft kann nur funktionieren, wenn darin auch Kranke betreut, wenn für Kinder gekocht, wenn täglich die Wäsche gemacht wird. Doch hier hat die Ökonomie einen blinden Fleck, weil sie so tut, als ob das nicht wichtig wäre - die sogenannte «Care Economy», sagt die Soziologin Ulrike Knobloch von der Universität Fribourg, muss dringend in die gesamtwirtschaftliche Betrachtung mit einbezogen werden.  Mehr

Hören (23:41)


Hörpunkt: Anders wirtschaften vom Donnerstag, 2.2.2012, 13.00 Uhr

Auf Nummer sicher: bedingungsloses Grundeinkommen

Jedem ein Grundeinkommen, unabhängig von seinem sozialen Status, seiner Arbeitssituation, seiner Herkunft, auf dieser Idee beruht das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens. Es wird in vielen Ländern seit den 1920er Jahren intensiv diskutiert, und teilweise auch erprobt. Der Filmemacher Daniel Häni setzt sich seit Jahren dafür ein, dass das bedingungslose Grundeinkommen in der Schweiz eingeführt wird.


    • Mehr
  • Hören (34:41)

Hörpunkt: Anders wirtschaften vom Donnerstag, 2.2.2012, 13.00 Uhr

Raus aus dem Hamsterrad der Erwerbsarbeit

In der Uckermark, im Bundesland Brandenburg ist in diesem Jahr ein Projekt gestartet, das den Gedanken eines Grundeinkommens aufgreift: Zwar wird kein Geld gezahlt, aber die Teilnehmer sollen dabei unterstützt werden, innerhalb der nächsten zwei Jahre sich in der Region zu verwirklichen und sich auf diese Weise eine Existenz aufzubauen.


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  • Hören (9:58)

Hörpunkt: Anders wirtschaften vom Donnerstag, 2.2.2012, 14.00 Uhr

Fairer Handel: gerechte Preise zahlen sich aus

Preise werden heute vom Markt gemacht, sie orientieren sich nicht an den Bedürfnissen der Menschen. Den umgekehrten Weg geht die Idee des fairen Handels - hier erhalten Produzenten für ihre Produkte so viel, wie sie tatsächlich zum Leben benötigen.


    • Mehr
  • Hören (30:05)

Hörpunkt: Anders wirtschaften vom Donnerstag, 2.2.2012, 14.00 Uhr

Faires Kaffeetrinken in der Schweiz

Kaffee ist Kult. Und die Schweiz liegt in Sachen Kaffekonsum mit rund 8 Kilo Kaffe pro Kopf weltweit an 7. Stelle. Doch den wenigsten Geniessern und Geniesserinnen ist wahrscheinlich bewusst, wie gross die Gefahr ist, dass ein Kaffeböhnchen auf dem Weg von der Pflanze bis in die Tasse unterwegs in falsche Hände gerät.


    • Mehr
  • Hören (10:29)

Verantwortlich für dieses Dossier:

Thomas Hägler


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Die Experten im Studio
9:05 Uhr Tauschen

Frank
Hillebrandt

Soziologe,
Universität Konstanz

10:05 Uhr Teilen

Jost W. Kramer
Professor für Allgemeine Betriebswirtschaft
an der Hochschule Wismar

11:05 Uhr
Mal reduzieren

Urs P. Gasche
Publizist, Autor, ehemaliger Leiter
Kassensturz

12:05 Uhr
Pflegen

Ulrike Knobloch
Soziologin,
Oberassistentin Universität Fribourg

13:05 Uhr
Grundeinkommen

Daniel Häni
Filmemacher, Initiative Grundeinkommen

14:05 Uhr
Fairer Handel

Nadja Lang
Geschäftsführerin,
Max Havelaar
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Jost W. Kramer
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Warum uns Kaufbefehle nicht glücklich machen

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Was das bedingungslose Grundeinkommen bringt

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